INFO - Freiburg - Deutsch

                  Ökumenisches Patriarchat von Konstantinopel
                      Griechisch-orthodoxe Metropolie von Deutschland
                     Vikariat der Rumänisch - Orthodoxen Kirchengemeinden
                                                       Freiburg in Breisgau
      Rumänisch - Orthodoxe Kirchengemeinde  „Geburt der Mutter Gottes“  e.V.
                            
                              Freiburg în Breisgau
Kirche Maria Schutz
Die rumänisch - orthodoxe Kirchengemeinde in Freiburg bildete sich bereits unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg.
Die ersten Mitglieder waren meistens ehemalige Kriegsflüchtlingen, Angehörige des rumänischen Heeres, Diplomaten, Studenten, Facharbeiter, Intellektuelle, Auswanderer. Viele von ihnen gehörten der gegen Ende der 30er Jahre in Berlin gegründeten rumänischen Gemeinde, welche dort eigenes Gemeinde- und Kulturzentrum unterhielt und sich durch vielfältige religiöse und kulturelle Arbeit auszeichnete.

 Den ehemaligen Kriegsflüchtlingen schlossen sich nach und nach weitere politische Flüchtlinge und Spätaussiedler aus Rumänien an. In Freiburg gründeten sie 1949 die Rumänische Bibliothek und das Rumänische Institut – bis heute noch das größte Kulturzentrum der Rumänen in Deutschland. Um die Zeit fand auch die Organisierung der Rumänisch - orthodoxen Kirche in Deutschland e. V. statt - die so genannte Exilkirche, weil die Gemeindemitglieder beinahe ausschließlich im Exil lebenden Rumänen waren - unter kanonischer Jurisdiktion des Ökumenischen Patriarchates von Konstantinopel. Heute gehört die rumänische Gemeinde in Freiburg nach wie vor zur Griechisch-orthodoxen Metropolie von Deutschland mit dem Sitz in Bonn.
Orthodoxe Gottesdienste in rumänischer Sprache werden in Freiburg seit 1946 gefeiert; ursprünglich sporadisch in verschiedenen Kirchen und Kapellen (Adelhauser Kirche, Herz-Jesu-Kloster in der Okenstrasse, Sankt Martin, Kapelle im Alten Friedhof, Peterhofkapelle) dann (seit 1979) regelmäßig in der Maria Schutz Kapelle (Photo oben).
Die Gemeinde erfreute sich in all den Jahren der brüderlichen Unterstützung der Katholischen und Evangelischen Kirche aus Freiburg, zu denen sie enge Beziehungen im Geiste der Ökumene vor Ort pflegt.
Die Kirche bedeutet den in der Fremde lebenden Rumänen ein bisschen Heimat, ein Stück Tradition, ein wenig Familie. Das zeichnete sich wie einst in Berlin auch in Freiburg durch die religiöse und kulturelle Tätigkeit der Rumänen aus. Für kurze Zeit funktionierte hier auch eine „Rumänische Ergänzungsschule“, in der Rumänisch, Religion, Musik, Geschichte, Geographie und Volkstanz unterrichtet wurde. Einige Rumänen zeichneten sich durch ihre Tätigkeiten im Dienste der Kirche und des Rumänentums besonders aus: die Erzpriester Emilian Vasiloschi und Dumitru Popa, die seit 1941 bzw. 1963 bis zu ihrem Lebensende am Altar dienten, Prof. Dr. Paul Miron, der sich um Aufbau und Erhaltung religiöser und kulturellen Beziehungen zu Kirche und Hochschulen Rumäniens bemüht war,  die aus Rumänien stammenden Künstler: Corina Sombart aus Iaşi bzw. Heidelberg,  Livia Piso aus Tuscania, Ion Ipser aus Nürnberg und Erzdiakon Gabriel Sibiescu aus Buzău, von denen die Ikonen in der Peterhofkapelle und in der Maria Schutz Kapelle gemalt wurden.
Über die Zahl der in Freiburg und Umgebung lebenden orthodoxen Rumänen kann man nach wie vor keine genauen Angaben machen. Viele von ihnen leben in Freiburg bedingt durch Arbeit und familiäre Gründe nur kurze Zeit.
Die Gemeinde gehörte bereits Anfang der 70er Jahre – d. h. bevor die ACK – Freiburg gegründet wurde – zu dem Ökumenischen Kreis, der von dem evangelischen Pfarrer Hermann Bujard gegründet wurde. Heute ist sie Mitglied der ACK – Freiburg und unterstützt die Ökumenearbeit vor Ort. Über 70 orthodoxe Rumänen sind Mitglieder in der im Jahre 1979 gegründeten „Arbeitsgemeinschaft Ostkirchen e.V. – Freiburg. Durch Mitgliedsbeiträge und Spenden unterstützen sie die Erhaltung der Maria Schutz Kapelle, in der alle orthodoxen Gemeinden aus Freiburg ihre Gottesdienste feiern.
Nachdem die Gemeinde von 1963 bis 2004 von Erzpriester Dumitru Popa betreut wurde, ist heute Erzpriester Sorin Petcu ihr Pfarrer. Die Gottesdienste werden in rumänischer Sprache gefeiert. Alle nicht orthodoxen Christen, die sich für Gemeinde und ihren Gottesdienst interessiert, sind willkommen.
Da die Orthodoxe Kirche über die Praxis der Interkommunion noch keinen Beschluss gefasst hat, ist der Empfang der heiligen Eucharistie (Kommunion)  für Andersgläubige nicht möglich. Sie dürfen in Anschluss an die göttliche Liturgie gesegnetes Brot (Anafură bzw. Antidoron) empfangen, aber auch hier gilt, dass der Empfänger nüchtern sein muss.
Unsere Kirche - Maria Schutz Kapelle, Schützenallee 14 (gegenüber dem ehemaligen Französischen Gymnasium  bzw.Lycée Turenne) ist mit der Strassenbahn 1 Richtung Littenweiler über die Haltestelle „Maria Hilf“ zu erreichen.

Gottesdienst: am I., III, IV. und V. Sonntag des Monats um 10,30 Uhr.
Das liturgische Programm für die besonderen Feiertage (Ostern, Weihnachten etc.) wird gesondert angezeigt.

Kontakt: Erzpriester Sorin Petcu, Zunzingerstr. 6, 79379 Müllheim
Tel.: 07631 14829,
Mobil: 0160 777 0251
Fax: 0049 32121272400
e-mail Petcu@gmx.de
e-mail Petcu@online.de
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gez. Erzpriester Sorin P e t c u

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